Raum der Stille mit Eucharistischer Anbetung

29.05.2026 |

Walldürn. Mit der vierwöchigen Hauptwallfahrtszeit beginnt auch wieder die tägliche Eucharistische Anbetung in der Franziskuskapelle im ersten Stock des katholischen Gemeindezentrums. Seit 2012 organisiert Diakon Friedhelm Bundschuh diese Anbetungsstunden und erstellt dafür einen detaillierten Plan. Ein knapp 60-köpfiges Team hat sich wieder gefunden und bereiterklärt diese Stunden zu begleiten und ermöglicht damit rund 265 Anbetungsstunden in dieser Zeit. Denn: Es ist wichtig, dass immer eine verantwortliche Person in der Kapelle dabei ist. Ein ehrenamtliches Engagement für alle Pilgerinnen und Pilger, die sich während ihres Aufenthaltes am Gnadenort in Walldürn auch einmal bewusst in die Stille zurückziehen möchten. "Dieser Anbetungs- und Rückzugsort wird sehr gerne aufgesucht und es kommen in diesen vier Wochen rund 2000 Pilger hierher", berichtet Diakon Bundschuh aus seinen Erfahrungen der letzten Jahre. 
 
Gerade am Eucharistischen Gnadenort in Walldürn steht besonders die Bedeutung und Beziehung zu Jesus Christus im Altarsakrament im Mittelpunkt. Ziel für die Pilger ist der Heilig-Blut-Altar in der Wallfahrtsbasilika Minor aus dem Jahre 1626, der in diesem Jahr sein 400-jähriges Jubiläum seit seiner Fertigstellung begeht und in dem das Blutkorporale in einem silbernen Schrein aufbewahrt wird. Und als Rückzugsort und Raum der Stille ist eben die Franziskuskapelle eine willkommene Möglichkeit. Von morgens um 8.45 Uhr bis abends um 17:45 Uhr finden diese Anbetungsstunden statt und schließen mit dem Eucharistischen Segen am Abend. Ausnahmen sind am Fronleichnamstag (4.6.), dem Großen Blutfeiertag (11.6.) und am Rita-Tag (25.6.): An diesen Tagen beginnt die Aussetzung erst nach den Prozessionen beziehungsweise nach dem Hochamt ab 12 Uhr. Alle Pilgerinnen und Pilger haben zur Kapelle Zutritt und auch über einen Fahrstuhl kann der Anbetungsraum barrierefrei erreicht werden. „Die Pilger kommen zur stillen Betrachtung des Allerheiligsten. Sie bringen ihren Dank, ihre Bitten und Anliegen, auch ihre Sorgen und ihren Kummer vor Jesus“, unterstreicht auch der Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula dieses geistige Angebot während der Wallfahrt.
 
Diese täglichen Anbetungszeiten in der Hauptwallfahrtszeit stärken damit vor allem auch die Bedeutung dieses Eucharistischen Wallfahrtsortes innerhalb der Erzdiözese Freiburg, der im Jahr 1330 aus der Feier der Eucharistie heraus entstanden ist. Für die Pilger ist diese Anbetungskapelle auch ein dankbarer Rückzugsraum um nach einem ereignisreichen und anstrengenden Wallfahrtstag dort zur Ruhe und ins Gebet zu kommen um wieder neue Kraft zu schöpfen.
 
Beitrag von

Achim Dörr

Walldürn